Eine Marke ist kein Logo und kein Farbschema. Eine Marke ist ein Versprechen, und dieses Versprechen muss zur Person dahinter passen.
Wenn jemand in seiner Kommunikation eine Version von sich zeigt, die nicht die echte ist, entsteht ein Widerspruch. Und dieser Widerspruch macht sich bemerkbar, auch wenn ihn niemand direkt benennt. Der Interessent scrollt weiter. Der potenzielle Kunde bucht doch nicht. Das Erstgespräch fühlt sich seltsam an, ohne dass jemand weiß warum.
Dabei ist die Ursache meistens dieselbe.
Jemand schreibt in seinen Texten formell und distanziert, weil er seriös wirken will. Im Gespräch ist er aber warmherzig, direkt, manchmal sogar lustig. Der Interessent liest den Text, fühlt nichts, klickt weg. Dabei wäre genau diese Wärme, diese Direktheit, dieser Humor der Grund gewesen, warum er gesagt hätte: Mit dieser Person will ich arbeiten.
Oder jemand zeigt auf Instagram nur die aufgeräumte, professionelle Version von sich. Keine Ecken, keine Meinung, kein Widerspruch. Weil er niemanden abschrecken will. Weil der Markt ja groß ist und man ja alle ansprechen könnte. Das Ergebnis: Niemand fühlt sich wirklich angesprochen. Die Reichweite bleibt klein, die Anfragen bleiben aus, und irgendwann fragt man sich, ob man vielleicht einfach zu wenig postet.
Es wurde nicht zu wenig gepostet. Es wurde zu wenig gezeigt.
Der Grund warum Menschen sich in ihrer Kommunikation verstecken ist selten Unwissenheit.
Es ist fast immer Angst. Angst zu polarisieren. Angst nicht ernst genommen zu werden. Angst zu viel zu sein, zu laut, zu direkt, zu anders.
Die Ironie daran: Genau das, was jemand versteckt, ist oft das, was ihn unverwechselbar macht. Die Direktheit die manche als schroff empfinden und andere als wohltuend ehrlich. Die Tiefe, die nicht jeder aushält aber die genau die richtigen Menschen anzieht. Der unkonventionelle Blick auf ein Thema das alle anders sehen. Die ungewöhnliche Kombination aus zwei Welten die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Wer all das wegschleift, um bequemer zu wirken wird austauschbar.
Eine schwache Marke ist selten ein Design-Problem. Sie ist fast immer ein Mut-Problem.
Also stell die doch einmal diese Frage zu deinem Persönlichkeitsprofil
Gibt es Bereiche von dir, die du in deiner Kommunikation bewusst nicht zeigst? Und wenn ja, ist das eine Grenze, die du schützen willst, oder eine die du vielleicht irgendwann loslassen möchtest?
Kommunikation hat viel mit Selbstreflexion zu tun. Genau das ist der Prozess, bei dem ich dich gerne begleite.