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Scanner-Persönlichkeit: wie du aus Vielseitigkeit eine Nische machst

Kennst du das Gefühl, dich für alles zu interessieren? Schnell Feuer zu fangen für neue spannende Themen, aber für zu viele. Die meisten werden nicht ganz zu Ende gebracht, denn etwas anderes ist schnell spannender und interessanter geworden. Es bleibt oft ein fahler Nachgeschmack: „Nichts schließe ich ab und bei nichts gehe ich wirklich in die Tiefe.“ Es ist eine Persönlichkeitsstruktur, und die hat einen Namen: Scanner-Persönlichkeit.

Scanner-Persönlichkeit

Der Begriff stammt von Barbara Sher, die in ihrem Buch „Du musst gar nichts“ Menschen beschreibt, die sich für viele Dinge begeistern, schnell lernen, Projekte starten und irgendwann das nächste interessante Thema entdecken. Keine Konzentrationsschwäche, keine Disziplinlosigkeit. Einfach eine andere Art zu denken und zu leben.

Als ich das erste Mal über den Begriff Scanner-Persönlichkeit gestolpert bin, habe ich mir sofort das Buch von Barbara Sher bestellt. Scanner-Persönlichkeiten sind neugierig, kreativ, vielseitig begabt und oft überdurchschnittlich intelligent? Okay, ganz eindeutig ich! (so kann man sich täuschen 😉)

Der große Vorteil, ein Scanner-Typ zu sein

Du bist ein Mensch, der im Laufe der Zeit zu ganz vielen Bereichen einen großen Überblick bekommt. Du erkennst Verbindungen, wo Fokus-Typen keine sehen können, du sammelst unglaublich viel Wissen in kurzer Zeit zu sehr vielen Themenfeldern.

Gerade im Coaching sind Scanner-Persönlichkeiten eine Traumbesetzung. Einen ganzheitlichen Blick auf Klienten werfen zu können, sich in sehr viele Themen schnell eingearbeitet zu haben, um zu wissen, wann man jemanden an wen weiterleiten sollte, sich mit neuen Ansätzen und zig Fortbildungen ein umfassendes Bild des komplexen Themenfelds Mindset, Psyche, Körper und Geist gebildet zu haben, ist ein enormer Benefit.

Warum Selbstständige oft trotzdem nicht ganz im Reinen sind mit dieser Persönlichkeitsstruktur

Der Markt liebt Spezialisten. „Was machst du genau?“ ist die Frage, die Scanner-Persönlichkeiten am meisten fürchten, weil die ehrliche Antwort lautet: vieles. Und vieles klingt nach nichts. Es merkt sich keiner.

Daraus entsteht ein Teufelskreis: Du kannst dich nicht festlegen, also positionierst du dich nicht, also wirst du nicht gefunden, also bleiben die Kunden aus, also fragst du dich, ob du falsch bist.

Du bist nicht falsch. Du hast nur noch keine Sprache für das gefunden, was du bist. Denn immer, wirklich immer, gibt es einen Roten Faden, nämlich dein Fundament.

Und genau diesen roten Faden erarbeiten wir in meinen Positionierungsworkshops:

  • Deine Expertise, Talente & verborgene Stärken
  • Deine Persönlichkeit
  • Deine Lebensgeschichte & Glaubwürdigkeit
  • Deine Zielgruppe, für die du passend bist
  • Deine Haltung und Differenzierung in der Branche
  • Die Transformation, die du bewirkst
  • Deine Vision

Du kannst viel und du machst viel, dennoch bist du eine. Die eine Richtige für bestimmte Kunden und eine bestimmte Nische. Und genau das ist der Punkt, den es zu definieren gibt und dann ganz klar zu kommunizieren gilt.

Was das mit Positionierung zu tun hat

Eine Nische bedeutet nicht, dass du nur noch ein einziges Thema behandelst. Es bedeutet, dass du einen klaren Einstiegspunkt hast, von dem aus alles andere sichtbar wird. Der rote Faden durch deine vielen Interessen ist schon da, er muss nur gefunden und benannt werden.

Genau das ist die eigentliche Arbeit bei der Positionierung einer Scanner-Persönlichkeit.

Nicht reduzieren, sondern verbinden. Und genau da setzt meine Positionierungsarbeit an. Wir bilden ein Fundament, das dir ein starkes Selbstwertgefühl geben wird, denn wenn dich in Zukunft jemand fragt „was machst du genau?“, dann wirst du eine Antwort darauf haben. Eine, die klarmacht: Ich bin nicht austauschbar.

Der blockierte Taucher

Ich für meinen Teil fand in Barbara Shers Buch „Du musst gar nichts“ sehr viel über Scanner-Persönlichkeiten heraus, aber auch, dass ich kein richtiger Scanner bin, nur dass ich jahrelang so gelebt habe und sicher einige Aspekte davon in mir trage. In Wahrheit bin ich allerdings ein blockierter Taucher gewesen. Jemand, der nie „lernen gelernt hat“ und damit sehr schwer weit in die Tiefe gehen konnte, da ich in der Schule aufgrund meiner guten Noten nie wirklich selbstständig lernen musste, sondern Wissen am besten im Frontalunterricht aufgesaugt habe.

Bis heute setze ich mich am liebsten in Kurse mit einem Lehrer, dem ich Fragen stellen kann, zu dem ich nachher hingehen kann und noch Unklarheiten beseitigen kann, jemand der eine klare Struktur vorgibt, einen Stundenumfang und die Lerninhalte recherchiert und überprüft hat. Das ist perfekt für mich, einfach mein Lernstil.

Das Zeitalter „Onlinelernen“

Das Zeitalter „Onlinelernen“ hat mich überfordert. Ich musste anfangen, mir selbst Lerninhalte zu recherchieren, selbst die Lerndauer entscheiden und auswählen, was relevant ist und was nicht. Für mich funktionierte das nicht. Wenn ich mich an ein neues Thema setze, kommt nach 10 Minuten die erste Frustration: „ICH KANN DAS NICHT!“ Das ist aber normal, ich hatte es einfach nie gelernt, ich dachte, das Thema wäre einfach zu schwierig für mich ohne einem Lehrer. Im Frontalunterricht zeige ich dann auf und frage. Im Selbststudium ging das bisher nicht, mit KI geht das nun, jetzt bin ich ein glücklicher Taucher!

Meine Jahrzehnte, die ich als Scanner gelebt habe, haben mich zu dem gemacht, was ich bin: ein Mensch mit einem sehr breiten Überblick über wirklich viele Themenfelder rund um Marketing, Design, Text, KI, Positionierung, Expertenstatus, Persönlichkeitsentwicklung, Coaching und vieles mehr. Meine Weiterentwicklung zum Taucher, also wie ich in die Tiefe gehen kann, haben mich dazu gebracht, meinen Fokus zu setzen und meine Expertise im Thema Positionierung zu perfektionieren und meine eigene Methode zu entwickeln, wie hier die besten Ergebnisse zu erzielen sind, aber immer noch mit einem starken Weitblick und der Fähigkeit, Verbindungen weitgreifend herzustellen. Ein ganz essenzieller Teil des roten Fadens in meinem Business. 😉

Wenn du dich in der Beschreibung der Scanner-Persönlichkeit wiedererkennst, dann kann ich die das Buch von Barbara Sher wirklich sehr empfehlen – und einen Positionierungsworkshop bei mir natürlich auch. Ich betrachte deine Vielfalt als Geschenk, als eine unglaublich starke und nicht austauschbare Basis für deine Positionierung in einer Welt, wo jeder spezialisiert sein sollte, aber dennoch am besten alles wissen muss 😉 perfekt für Scanner, wenn wir uns ehrlich sind! Ich freue mich auf ein Kennenlernen.

Und plötzlich bist du nicht mehr austauschbar.