Personal Brand // Strategie & Design

Übersehen am eigenen Esstisch: die unsichtbaren Unternehmerinnen

Ich bin Mitglied in einem Unternehmernetzwerk. Einem sehr männerdominierten Chapter, in dem ich mich ausgesprochen wohl und wertgeschätzt fühle. Es ist ein spannendes Netzwerk, mit klugen, engagierten Menschen.

Und trotzdem höre ich dort regelmäßig einen Satz, der mich jedes Mal schmunzeln lässt:

„Lisa, ich würde dich ja gerne weiterempfehlen. Aber ich habe keinen Zugang zu deiner Zielgruppe.“

Jedes Mal denke ich mir dasselbe. Doch. Hast du. Du siehst sie nur nicht.

Meine Zielgruppe sitzt ständig neben dir

Dann fange ich an aufzuzählen.

Deine Physiotherapeutin. Die Kinderpsychologin oder Elternberaterin, die wir alle irgendwann einmal gebraucht haben. Die Trageberaterin, bei der deine Frau war. Die Ergotherapeutin, die deinem Sohn geholfen hat. All diese Menschen sind selbstständig. All diese Menschen arbeiten an ihrer Sichtbarkeit. All diese Menschen sind meine Zielgruppe.

Meistens bekomme ich am nächsten Tag ein paar Kontakte zugeschickt.

Aber das ist nur die halbe Geschichte. Denn es gibt eine zweite Gruppe, die noch viel öfter übersehen wird.

Die Unternehmerin, die niemand als Unternehmerin sieht

In meinem Netzwerk sitzen Männer mit mehreren Firmen, dutzenden Mitarbeitern, großen Projekten. Erfolgreiche, sichtbare Unternehmer.

Und dann gibt es da die Frau des Geschäftspartners. Die mit am Esstisch sitzt, wenn über Aufträge und Wachstum geredet wird. Die sich in der Karenz mit dem dritten Kind als Stillberaterin selbstständig gemacht hat.

Wird sie als Unternehmerin wahrgenommen? Redet man mit ihr beim Geschäftsessen über Neukundengewinnung, Contentstrategie, Positionierung? Eher nicht. Ihr Business gilt als „das, was sie nebenbei macht“.

Oder die 55-jährige Tante. Die nach 22 Jahren im selben Betrieb bei der letzten Kündigungswelle gehen musste, weil sie wegen ihrer Bandscheibe zu oft im Krankenstand war. Die sich jetzt selbstständig gemacht hat, mit Rückentraining für Frauen ab 50.

Wird mit ihr beim Abendessen über Marketing und Onlinewerbung gesprochen? Eher nicht. Ihr Business gilt als „ihr Projekt“.

Beide werden nicht als das gesehen, was sie sind: Unternehmerinnen. Gleichwertig. Mit einem echten Angebot und einem echten Markt.

Was wäre, wenn

Was wäre, wenn die Stillberaterin eine echte Nische für sich erobert? „Stillberatung für den Partner“ zum Beispiel. Ein völlig vernachlässigtes Thema. Denn Stillen ist für den Partner oft eine belastende, hilflose Erfahrung, über die kaum jemand spricht. Eine echte Marktlücke.

Was, wenn sie anfängt, Vorträge zu halten? Erst in kleiner Runde. Dann größer. Dann ab und zu in Deutschland.

Was, wenn ihr Mann, der Geschäftspartner meiner Kollegen, eines Tages das Büro früher verlässt, weil er heute die Kinder übernimmt, alle drei, mit Freude und Selbstverständlichkeit, weil seine Frau gerade ihr zweites Buch vorstellt? Weil in dieser Familie zwei Karrieren zählen und das Team funktioniert?

Was, wenn die Stillberaterin nicht mehr nur einzelne Paare berät, sondern Gruppen, online, mit großer Reichweite?

Was, wenn sie ihre Nische findet und dort einfach erfolgreich wird? So erfolgreich, dass es auf einmal auch die merken, denen sie vorher nur als Frau mit einem „Hobby“ aufgefallen war?

Das ist kein Märchen. Das ist genau das, was passiert, wenn jemand sich klar positioniert, eine Lücke findet und dort seine volle Expertise einbringt.

Keinen Zugang zu meiner Zielgruppe? Unmöglich.

Meine Zielgruppe ist nicht schwer zu finden. Meine Zielgruppe ist jede Person, die bereit ist, sich klar zu positionieren. Die bereit ist, sich mit ihrem Markt zu beschäftigen, eine Lücke zu finden und dort ihre ganze Expertise einzubringen. Die in ihrer Arbeit aufgehen will und in der Erstellung von hilfreichen, tiefgehenden Inhalten, die Menschen wirklich weiterbringen.

Diese Menschen sind überall.

Sie sitzen in deiner Familie. In deinem Freundeskreis. An deinem Esstisch. Manchmal sind sie die Person, die du bisher nur als „die Frau von“ oder „die Tante mit dem Projekt“ wahrgenommen hast.

Und vielleicht bist aber auch du gemeint

Vielleicht liest du das hier und erkennst dich wieder. Vielleicht bist du selbst die, die übersehen wird. Die ihr Business kleinredet. Die „nur nebenbei“ sagt, wenn sie von ihrer Selbstständigkeit erzählt. Die beim Familienessen über alles redet, nur nicht über ihre eigene Arbeit, weil sie das Gefühl hat, das interessiert hier niemanden.

Dann ist das hier mein Satz an dich: Du bist Unternehmerin. Nicht „irgendwann, wenn es größer wird“. Jetzt.

Und der Unterschied zwischen „nettem Hobby“ und „ernstzunehmendem Business“ ist nicht die Größe. Es ist die Klarheit. Eine klare Positionierung, eine echte Nische, ein durchdachtes Angebot. Das ist es, was aus einer übersehenen Tätigkeit ein sichtbares Unternehmen macht.

Das verändert, wie der Markt dich sieht. Wie dein Umfeld dich sieht. Und es verändert, wie du dich selbst siehst.

Wenn du das selbst angehen willst:

Lade dir die fünf Personal Brand Fragen herunter. Sie sind der erste Schritt von „ich mache da so etwas“ zu „ich bin Unternehmerin, und das ist meine Positionierung“.

Jetzt downloaden: 5 Personal Brand Fragen

Damit das nächste Gespräch beim Abendessen auf Augenhöhe stattfindet. Von Unternehmerin zu Unternehmer. So stelle ich mir das vor.

Starte mit dem Fundament – dem Blick nach Innen! Der Rote Faden – 5 Fragen. Mein kostenloses Positionierungs-Tool für dich.