Personal Brand // Strategie & Design

Pinterest ist keine Social Media Plattform, sonder eine Suchmaschine

Was macht eine Social-Media-Plattform?

Eine Social-Media-Plattform hat ein Ziel: Dich möglichst lange in einem passiven Berieselungsmodus zu halten, damit sie dir möglichst häufig Werbung anzeigen kann, um damit Geld zu verdienen. Genau das will Instagram, und dafür arbeitet es mit komplexen Algorithmen, um dir die für dich interessantesten Beiträge anzuzeigen, damit du möglichst lange bleibst und dir viel Werbung ansiehst.

Deine Motivation für Social Media ist aber meist keine Kaufabsicht — auf Social Media stört Werbung. Eigentlich wolltest du süße Katzenvideos schauen oder dich durch lustige Comedy entertainen lassen. Denn meistens öffnest du Instagram, weil dir langweilig ist. Du machst TikTok auf, weil du dich entspannen willst. Du schaust auf Facebook, weil du wissen willst, was deine Bekannten machen.

Du suchst nicht. Du wirst unterhalten. Und genau das ist die Aufgabe der Plattform: deine Aufmerksamkeit zu bekommen, sie zu halten, sie noch ein bisschen länger zu halten … für Werbung, die du gar nicht wolltest.

Und was macht Pinterest?

Etwas komplett anderes. Pinterest verkauft dir keine Werbung zwischen Katzenvideos, weil Pinterest gar nicht unterhalten will. Pinterest will dir helfen, etwas zu finden.

Und genau deswegen kommst du auf Pinterest. Nicht, weil dir langweilig ist, sondern weil du etwas suchst. Pinterest ist ja eben auch eine SUCHmaschine.

Du planst zum Beispiel eine neue Küche und suchst Inspiration für die Anordnung. Du möchtest dich beruflich neu orientieren und suchst nach Möglichkeiten. Du fragst dich, wie du als Coach deine Nische findest. Du willst dein Wohnzimmer neu gestalten, eine Hochzeit planen, ein Mindset-Thema vertiefen, deine Selbstständigkeit aufbauen.

Du gehst aktiv hin. Mit einer Frage. Mit einer Absicht. Mit einem konkreten Bedarf.

Pinterest ist keine Endlosschleife an Berieselung. Pinterest ist ein Werkzeug. Du tippst eine Frage oder ein Thema ein und erhältst Antworten in Bildform. Du klickst dich zu der Antwort, die thematisch am besten passt und dich optisch am meisten anspricht. Und dann verlässt du Pinterest auch wieder, weil du gefunden hast, was du gesucht hast.

Genau deswegen funktioniert Werbung auf Pinterest komplett anders. Auf Instagram unterbricht Werbung deinen Spaß. Auf Pinterest ist Werbung oft genau das, wonach du gesucht hast: die Lösung, das Produkt, ein konkreter Anbieter, der dein Problem versteht.

Auf Social Media stört Werbung. Auf Pinterest ist Werbung Teil der Antwort.

Was bedeutet das für deinen Content auf Pinterest?

Du musst nicht laut oder witzig sein. Du musst nicht tanzen, dein Gesicht zeigen oder irgendwelche Trends mitmachen. Du musst eigentlich nur eine Sache tun: das Problem bedienen, das deine Wunschkundin gerade hat und ihr eine Lösung dafür anbieten.

Obwohl es so einfach klingt, machen so viele den gleichen Fehler:

Sie schreiben über „Coaching“. Über „Selbstständigkeit“. Über „Persönlichkeitsentwicklung“. Diese Themen sind viel zu breit. Auf Pinterest würden Hunderttausende von Pins zu „Coaching“ erscheinen, und deiner geht in dieser Masse unter. Genau wie bei Google: Wenn du „Auto“ googelst, bekommst du Millionen Ergebnisse.

Die Bedeutung von Long-Tail-Keywords

Long-Tail bedeutet: lange Suchanfrage, präzises Thema, weniger Konkurrenz, höhere Kaufbereitschaft. Statt „Marketing“ postest du also einen Pin zum Thema „Wie finde ich meine Nische als Coach mit energetischem Background“. Statt „Küche“ postest du „Kleine L-Küche unter 8 Quadratmetern in Holzoptik“. Statt „Persönlichkeitsentwicklung“ postest du „Wie ich meine Vision so kommuniziere, dass mein Team mitzieht“.

Was passiert dadurch?

Drei Dinge:

Du hast kaum Konkurrenz. Während Hunderttausende auf das Wort „Coaching“ setzen, schreiben nur eine Handvoll spezifisch zu deinem Nischenthema. Du wirst gefunden, weil du einer der wenigen sinnvollen Treffer bist.

Du erreichst genau die Richtigen. Wer „Wie finde ich meine Nische als Coach“ sucht, ist nicht zufällig hier. Diese Person ist mitten in der Entscheidung, hat ein konkretes Problem und ist bereit, in eine Lösung zu investieren.

Du wirst als Expertin wahrgenommen. Wer ein konkretes Thema präzise bedient, signalisiert: Ich kenne mich genau hier aus. Das ist mehr wert als hundert allgemeine Pins über „Coaching“.

Die Logik in einem Satz:

Auf Social Media gewinnt, wer am lautesten ist. Auf Pinterest gewinnt, wer am genauesten ist.

Und obwohl das eigentlich sehr einfach ist, stellen sich dennoch drei Fragen:

→ Wie findest du deine Nische? (Du könntest es übrigens mal auf Pinterest versuchen – vielleicht findest du dort ja meinen Pin mit einem Lösungsansatz 😉

→ Wie findest du die Schmerzthemen und Suchbegriffe, die deine Kunden tatsächlich eingeben?

→ Wie schaffst du es, mit einer klaren Headline und einer durchdachten Pin-Gestaltung der Pin zu sein, der angeklickt wird?

Das System hinter Pinterest ist simpel. Für professionelles Marketing ist aber auch auf dieser Plattform ein Setup durch jemanden mit Erfahrung sinnvoll. Denn du solltest 5–10 Pins pro Woche veröffentlichen und ohne ein klares System bringt selbst eine so klar strukturierte Plattform wie Pinterest dich unter Umständen ins Schleudern.

Eine klare Strategie und ein Content-System mit Struktur machen Pinterest zu einem Werkzeug, das du bald nicht mehr missen möchtest.

Wenn dich das neugierig gemacht hat: Lass uns reden. In einem 30-minütigen Erstgespräch beantworten wir zumindest die Frage „Wie findest du deine Nische?“ Um deine Nische zu finden, braucht es jemanden, der dir genau die richtigen Fragen stellt und deinen Blick nach innen und nach außen schärft. Genau dazu gibt es meinen Ultraviolett-Brand Workshop, der dich exakt auf dein Pinterest-Marketing vorbereitet. Lass mich dir davon erzählen und deine Long-Tail-Fragen beantworten 😉. Ganz ohne Plattform, einfach in einem 1:1-Gespräch.

Und plötzlich bist du nicht mehr austauschbar.